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MUSEEN
Auferstehungskirche Jussupow-Palast Michaelsschloß
Ethnographisches Museum Kunstkammer Peter-und-Paul-Festung
Eremitage Menschikow-Palast Russisches Museum
Isaakskathedrale


SEHENSWÜRDIGKEITEN
Admiralitat Eherner Reiter Sommergarten


AUFERSTEHUNGSKIRCHE
AUFERSTEHUNGSKIRCHE
www.cathedral.ru/saviour

Die farbenprä chtige Auferstehungskirche, vielfach auch als Erlö ser- oder Blutkirche bezeichnet, erhebt sich am Gribojedow-Kanal und ist vom Newskij Prospekt gut sichtbar. Schon seit Jahren werden an dem auffallenden Bauwerk Renovierungsarbeiten vorgenommen, deren Ende noch immer nicht abzusehen ist. So wird die Kirche vorlä ufig geschlossen bleiben.
Alexander III. ließ sie an der Stelle erbauen, wo sein Vater, Alexander II., am 1. Mä rz 1881 einem Attentat zum Opfer gefallen war. Der Bombenanschlag auf den Zaren war durch Mitglieder der Gruppe "Volkswille" verübt worden.
Der Architekt Alfred Parland schuf in den Jahren 1883-1907 einen Sakralbau im altrussischen Stil. Als Vorbild diente die Basiliuskathedrale in Moskau. Bei der ä uß eren und vor allem inneren Gestaltung des Bauwerks dominieren Mosaike. Sie wurden nach Vorlagen der russischen Maler Wasnezow, Nesterow und Rjabuschkin geschaffen und bedecken insgesamt eine Flä che von 7000 m.

DAS ETHNOGRAPHISCHE MUSEUM
DAS ETHNOGRAPHISCHE MUSEUM

Adresse:  St. Petersburg, Inzhenernaja St., 10
Tel:  (812) 570-5768, 570-5421, 570-5320, 570-5662
Öffnungszeiten:  Di-So von 10:30 bis 17:00


www.ethnomuseum.ru

Das Ethnographische Museum ist mit seinen 250 000 Exponaten das bedeutendste Museum dieser Art in Rußland. Gegründet wurde es ursprünglich als eine Unterabteilung des Russischen Museums. In den Jahren 1900-1911 errichtete der Architekt Swinjin neben dem Ostflügel des Russischen Museums den heutigen Bau. Im Jahre 1934 wurde aus der ethnographischen Abteilung des Russischen Museums eine eigenständige Sammlung.
Anhand von Gebrauchsgegenständen, Werkzeug, Spielzeug, Kunsthandwerk, Kleidung und Schmuck, zahlreichen Fotos und Modellen werden die Geschichte, die Lebensweise und die künstlerischen Ausdrucksformen der einzelnen Völker und Volksgruppen, die auf dem Gebiet der ehemaligen Sowjetunion leben, dem Besucher nahegebracht.

EREMITAGE
EREMITAGE

Adresse: St. Petersburg, Dvortsovaja Uferstrasse, 34
Tel:  (812) 571-3465
Öffnungszeiten:  Di-So von 10:30 bis 17:00


www.hermitagemuseum.org

Die am südlichen Newa-Ufer gegenüber der Peter und Paul-Festung gelegene Eremitage ist eines der berühmtesten und größ ten Museen der Welt. Es wird jährlich von über 3,5 Mio. Gästen besucht.
Die Museumsbestände verteilen sich auf vier Bauten, die im Laufe des 18. und 19. Jh.s errichtet wurden: Ältestes und bedeutendstes Gebäude ist der Winterpalais, an den sich die Kleine Eremitage, die Alte oder Groß e Eremitage und die Neue Eremitage anschließ en. Ferner gehört zu dem Baukomplex, von der Alten Eremitage durch den Winterkanal getrennt, das Eremitage-Theater. Es wird mitunter für Vorträge genutzt, im Foyer werden ab und an Sonderausstellungen veranstaltet.
Der Name 'Eremitage' (franz. = Einsiedelei) bezeichnete im Europa des 18. Jh.s kleine in den Schloß parks errichtete Pavillons. Das Obergeschoß dieser Bauten diente einer geringen Anzahl von Gästen als Speisesaal. Mit Hilfe einer besonderen Vorrichtung konnte der schon gedeckte Eß tisch in das obere Stockwerk hinaufgezogen werden. So speiste der illustre Kreis von Gästen völlig ungestört vom Bedienungspersonal. Katharina d. Gr. beauftragte den Architekten Vallin de la Mothe mit dem Bau einer solchen Eremitage in St. Petersburg (Kleine Eremitage). An den Wänden dieses Schlöß chens ließ sie Gemälde aufhängen. Mit dem Anwachsen der Gemäldegalerie wurde die Errichtung eines größ eren Bauwerks notwendig. Unter der Leitung von Veldten entstand das heute als 'Alte Eremitage' bezeichnete Gebäude. Der Name Eremitage wurde nun auf alle Gebäudeteile ausgedehnt, in denen die Gemäldesammlung untergebracht war.
Schon Peter d. Gr. gab 1711 den Auftrag zum Bau eines ersten Winterpalastes, eines kleinen zweigeschossigen Gebäudes. Auch der zweite Winterpalast, der zehn Jahre später gebaut wurde, hatte bescheidene Ausmaß e - in diesem Palast starb Peter d. Gr. 1725. Deutlich imposanter war der dritte Winterpalast, den Domenico Trezzini an der Stelle des heutigen Eremitage-Theaters errichtete. Mit dem Umbau bzw. der Vergröß erung dieses Winterpalastes wurde Bartolomeo Francesco Rastrelli beauftragt. Schließ lich genehmigte die Zarin Elisabeth jedoch 1754 Rastrellis Pläne für einen kompletten Neubau, der bis 1762 fertiggestellt wurde. Mit diesem prachtvollen Palais, der sich heute von auß en noch weitgehend so präsentiert wie gleich nach seiner Fertigstellung, schuf Rastrelli eines der Hauptwerke des Russischen Barock.
Nach der Palastverschwörung, die Katharina d. Gr. an die Macht brachte, verließ Rastrelli Ruß land, arbeitete aber dennoch die Entwürfe für die Haupttreppe und den Thronsaal aus. Die Gestaltung der übrigen Innenräume übernahmen Vallin de la Mothe, Rinaldi, Veldten und Quarenghi, im ersten Viertel des 19. Jh.s waren es Rossi, Montferrand und vor allem Stassow. Unter Leitung des letzteren sowie unter Mitwirkung von Brüllow wurden 1838/1839 umfassende Renovierungsarbeiten vorgenommen, da ein Brand die Innenräume des Palastes vollständig zerstört hatte.
Im Zweiten Weltkrieg erlitt der Bau erhebliche Beschädigungen. Sofort nach Abzug der Deutschen wurde mit den Restaurierungsmaß nahmen begonnen und 1950 war der Winterpalais weitgehend wieder hergestellt. Doch die Zeit und die Besuchermassen setzten ihm und den anderen Eremitage-Bauten zu. Eine erneute, in verschiedenen Etappen erfolgende Restaurierung wurde 1984 beschlossen. Sie soll im Jahre 2005 beendet sein, ohne daß die Eremitage zwischenzeitlich geschlossen werden muß .
Der nicht zuletzt wegen seiner grünlich weiß en Farbgebung ausgesprochen malerisch wirkende Winterpalais ist vom Grundriß her ein geschlossenes Viereck mit groß em Innenhof. Jede der vier Fassaden ist unterschiedlich gestaltet. Die der Newa zugewandte Nordfassade zeigt sich als lange Kolonnade mit leicht vorspringenden Risaliten. Dagegen besitzt die dem Schloß platz zugekehrte Südfassade in ihrem Mittelteil einen dreifachen Durchgang zum Hof. Die östliche und westliche Seitenfassade weisen jeweils ausgeprägte Seitenrisalite auf.
Alle Auß enwände werden durch vorgelagerte Säulen und Pilaster gegliedert. Die Fensterumrahmungen variieren von Geschoß zu Geschoß und von Fassade zu Fassade. Über jedem Fenster befindet sich eines von Rastrellis charakteristischen Schmuckelementen, vielfach eine Maske, mitunter auch eine Muschel. Die Brüstung des Daches und die Giebel der Risalite sind mit Statuen (sie haben eine Höhe von 3,50 m) und Urnen geschmückt. Die kleine goldene Kuppel weist auf die Lage der Palastkapelle hin.
Im Erdgeschoß des Palastes waren einst die Wirtschaftsräume, Büros, sowie Aufenthaltsräume für das Personal und die Soldaten. Die Prunkräume nahm das erste Geschoß auf. Im zweiten Obergeschoß befanden sich Schlafzimmer und Räume für den groß en Kreis der Hofdamen und Höflinge. Ehemals waren die Prunkräume im Russischen Barock ausgestattet. Nach dem Brand von 1837 wurden allerdings nur einige der Räume in ihrer ursprünglichen Art wiederhergestellt. Die meisten Säle präsentieren sich heute klassizistisch.
Wer die Prunksäle im ersten Geschoß des Winterpalais besichtigen möchte, erreicht diese in der Regel über die Jordan- oder Gesandten-Treppe (Abb. S. 156). Gesandten-Treppe nannte man sie, weil hier die Botschafter hinaufgingen, um ihre Beglaubigungsschreiben zu überreichen. Ihren anderen Namen verdankt die Paradetreppe dem 'Jordanfest', das die orthodoxe Kirche jährlich am Dreikönigstag (6. Januar) beging. In einem feierlichen Akt wurden hierbei die Wasser der Newa gesegnet. Die Zarenfamilie schritt über die 'Jordantreppe' zum Fluß hinunter, um an dieser Zeremonie teilzunehmen.
Stassow errichtete nach dem Brand von 1837 den zweiarmigen Paradeaufgang wieder so, wie er von Rastrelli geschaffen worden war. Lediglich Materialveränderungen wurden vorgenommen.
Der auch als kleiner Thron-Saal bezeichnete Peters-Saal (Abb. S. 59) wurde originalgetreu nach den Plänen Montferrands wiederhergestellt, der ihn 1833 zu Ehren Peters d. Gr. entworfen hatte. Das Gemälde hinter dem Thronsessel zeigt den Zaren zusammen mit Minerva (1730).
Der Wappensaal, bestimmt für Empfänge und Bälle, war von Rastrelli als Galerie geplant und von Veldten erweitert worden. Die Gegenstände des Raumes (fast alle verloren) schmückten Wappen der russischen Gouverneure.
Die Galerie enthält 329 Porträts der Generäle, die am Krieg gegen Napoleon 1812 teilgenommen haben, sowie Bildnisse der drei verbündeten Monarchen, Alexander l. von Ruß land, Franz l. von Österreich und Friedrich Wilhelm III. von Preuß en.
Der Groß e Thron- oder St. Georgs-Saal wurde mehrfach umgestaltet, zuletzt 1842 durch Strassow. Die vergoldeten Ornamente der Decke wiederholen sich in dem Parkettboden, der aus 16 verschiedenen Edelhölzern kunstvoll gefertigt wurde. Für das offizielle Hofzerimoniell wurde der Saal zuletzt 1906 genutzt. Einen würdigen Rahmen bot er 1992 für die vielbeachtete Cartier-Ausstellung.
Über ein Vorzimmer gelangt man in eine an der Newaseite gelegene Flucht von Paradesälen. Erster und größ ter Saal des Palastes überhaupt ist der Ballsaal (1103 m). Er wurde 1793 von Quarenghi durch die Vereinigung dreier Räume geschaffen.
Aus Malachit bestehen in diesem von Brüllow entworfenen Raum acht Säulen und acht Pilaster sowie einige der auffallenden Einrichtungsgegenstände, u.a. eine groß e Schale, Kandelaber und Vasen. Das Malachitzimmer diente der Gattin Nikolaus l. als Salon.
Im Malachitsaal sowie dem angrenzenden Weiß en Eß zimmer (Abb. S. 59) fanden im Oktober 1917 die letzten Sitzungen der Kerenskij-Regierung statt. Hier wurden ihre Mitglieder auch in der Nacht vom 25. zum 26. Oktober gefangengenommen, nachdem die Bolschewisten den Winterpalais gestürmt hatten. Die Uhr auf dem Kaminsims zeigt noch immer die Zeit an, zu der dies geschah.

ISAAKSKATHEDRALE
ISAAKSKATHEDRALE

Adresse:  St. Petersburg, Isaakievsaja Uferstrasse, 1
Òåëåôîí:  (812) 315-9732
Öffnungszeiten:  Montag-Samstag 11:00 - 18:00 Uhr


www.cathedral.ru

Die Isaakskathedrale, die die Nordseite des Isaaksplatzes begrenzt, ist die prä chtigste Kirche St. Petersburgs. Darüber hinaus zä hlt sie mit ihren beinahe schon überdimensionalen Ausmaß en - sie ist 111 m lang, 97 m breit und 101,50 m hoch - zu den grö ß ten sakralen Kuppelbauten der Welt.
Gottesdienste fanden hier bis zur Oktoberrevolution statt, 1928 beschloß man, die Kirche in ein Museum umzuwandeln, das 1931 seine Tore ö ffnete. Mit der zunehmenden Religionsfreiheit in der Sowjetunion konnte erstmals 1990 wieder ein Gottesdienst in der Kathedrale abgehalten werden, es folgten im Januar 1991 und 1992 besonders feierliche russisch orthodoxe Weihnachtsgottesdienste.
Eine erste dem hl. Isaak von Dalmatien, dessen Gedenktag mit dem Geburtstag Peters d. Gr. zusammenfä llt, geweihte Kirche wurde wenige Jahre nach der Gründung von St. Petersburg errichtet. An der Stelle der heutigen Isaakskathedrale entstand in den Jahren 1768-1802 ein Kirchenbau, der jedoch schon bald nach seiner Vollendung als nicht imposant genug erschien. So beschloß man nach dem Sieg über Napoleon, ihn durch einen eindrucksvolleren Bau zu ersetzen. Ein Architektenwettbewerb wurde ausgeschrieben. Allein der zu dieser Zeit vö llig unbekannte franzö sische Baumeister Auguste Ricard de Montferrand reichte dafür 24 Entwürfe ein, die den unterschiedlichsten Stilrichtungen zuzuordnen waren. Alexander l. zeigte sich von ihnen beeindruckt und entschied sich für Montferrands klassizistische Version.
Wä hrend des Zweiten Weltkrieges war die Isaakskathedrale ein bevorzugtes Ziel für die Angreifer. Sofort nach Kriegsende wurden das Innere und Ä uß ere restauriert, einzelne Granatsplitter sieht man allerdings noch heute vor allem an der Südfassade.
Beachtung verdienen ferner zahlreiche Exponate zur Baugeschichte der Kathedrale (Fotos, Zeichnungen und einige Konstruktionsmodelle).

JUSSUPOW-PALAST
JUSSUPOW-PALAST

Adresse:  St. Petersburg, Mojka Uferstrasse, 94
Tel:  (812) 314-9883, 314-8893
Öffnungszeiten:  Mon-Son von 11:00 bis 16:00


yusupov-palace.ru

Das Jussupow-Palais an der Mojka ist einer der vier Palä ste, die die Fam lie Jussupow im 18./19. Jh. in Petersburg besaß (ein anderer steht an der - Fontanka). Die Jussupows galten als eine der reichsten Familien Ruß lands, dementsprechend statteten sie auch ihren Palast an der Mojka ä uß erst prachtvoll aus. Wenngleich nach der Oktoberrevolution ein Groß teil der Kunstschä tze an die Eremitage ü berging, so ist doch noch ein Teil der kostbaren Innenausstattung erhalten geblieben und wurde kunstvoll restauriert. Heute fungiert der Bau als Kulturpalast der Mitarbeiter des Bildungswesens, dennoch kö nnen die Rä umlichkeiten im Rahmen von Fü hrungen nach vorheriger Anmeldung besichtigt werden (Auskü nfte unter Tel. 311 53 53).
Nachdem die Jussupows in den sechziger Jahren des 18. Jh.s das Grundstü ck an der Mojka erworben hatten, beauftragten sie Vallin de la Mothe, das dort stehende kleine Steinhaus zu vergrö ß ern. In den dreiß iger Jahren des 19. Jh.s wurde die dem Fluß zugekehrte klassizistische Fassade nochmals erweitert und Ende des 19. Jh.s baute man einen schmalen auß ergewö hnlich langgestreckten Flü gel an. An seinem Ende wurde im Stil des Russischen Barock ein Theater mit 200 Plä tzen eingerichtet (heute finden hier regelmä ß ig Konzerte statt). Die Paraderä ume im Obergeschoß haben eine klassizistische Ausstattung (vorwiegend 1830 -1840), die Rä ume des Untergeschosses wurden um 1910 neoklassizistisch umgestaltet. In die Geschichte ging das Jussupow-Palais als der Ort ein, wo der vermeintliche Wunderheiler und Zarenberater Rasputin im Dezember 1916 von Angehö rigen der Hofgesellschaft ermordet wurde. Nur war es gar nicht so leicht, seinen Tod herbeizufü hren. Zunä chst reichte man Rasputin mit Zyankali vergifteten Kuchen, den er genuß voll verzehrte, ohne daß die gewü nschte Wirkung eintrat (der Zucker neutralisierte das Gift teilweise). Die Verschwö rer schö ssen danach kopflos auf Rasputin und als er immer noch nicht sterben wollte, warf man ihn schließ lich in ein Eisloch eines Nebenkanals der Mojka. In den Rä umen des Palais, in dem der Mordversuch stattfand, ist die Szene mit Wachsfiguren nachgestellt.

KUNSTKAMMER
KUNSTKAMMER

Adresse:  St. Petersburg, Universitetskaja Uferstrasse, 3
Tel:  (812) 328-1412
Öffnungszeiten:  Tä glich von 11:00 bis 18:00 Uhr, geschlossen Montags und jeden letzten Dienstag im Monat Kassen geö ffnet bis 16:45 Uhr


www.kunstkamera.ru

Herzlich Willkommen im Museum Peters des Grossen fü r Anthropologie und Ethnographie, dem ersten ö ffentlichen Museum Russlands. Es wurde im Jahre 1714 von Peter dem Grossen gegrü ndet und unter dem Namen "Kunstkammer" bekannt. Von Anfang an als wissenschaftliches Zentrum zur Erforschung der Natur und des Menschen gedacht, bildete das Museum das Raritä tenkabinett Peters des Grossen. Im Jahre 1724 wurde die Kunstkammer der zu der Zeit gegrü ndeten Petersburger Akademie der Wissenschaften angegliedert. Mehr als 100 Jahre lang war sie eine bedeutende Forschungseinrichtung, die Kunstsammlungen, wissenschaftliche Ausstellungen, eine Bibliothek und archä ologische Funde umfasste. Auch heute noch wird hier Peters berü hmte Sammlung anatomischer und biologischer Prä parate ausgestellt. Dank den Schenkungen seitens der russischen Zarenfamilie und ihrer finanzielien Unterstü tzung fü r die von der Akademie der Wissenschaften organisierten Expeditionen vergrö ß erte sich die Sammlung stetig.
In den dreiß iger Jahren des 19. Jahrhunderts wurde die Kunstkammer in mehrere Museen aufgeteilt, die einzelnen Wissenschaftszweigen gewidmet waren. Dazu gehö rte auch das Ethnographische Museum, das dem Besucher Erkenntnisse ü ber die Vielfalt der Vö lker und ihrer Kulturen nä her bringt. Im Laufe der Zeit entwickelte sich die Sammlung zu einer der bedeutendsten ethnographischen, anthropologischen und archä ologischen Kollektionen der Welt. Zu den herausragendsten Ausstellungstü cken gehö ren viele der von Kapitä n Cook auf seiner letzten Weltumsegelung gesammelten Gegenstä nde. Zurzeit verfü gt das Museum ü ber mehr als 1,8 Millionen Exponate: 250.000 ethnographische, 500.000 archä ologische und 380.000 anthropologische Objekte sowie 800.000 Bilddokumente aus aller Welt. Die stä ndigen Ausstellungen zeigen die traditionsreichen Kulturen der Vö lker Amerikas, Asiens, Australiens und Ozeaniens. Eine separate Ausstellung prä sentiert die Geschichte der Kunstkammer.
Im Turm der Kunstkammer, in dem sich frü her die erste Sternwarte Russlands befand, ist auch das im Jahre 1947 gegrü ndete Lomonossow-Museum untergebracht. Es ist der Grü ndung der Akadernie der Wissenschaften und Michail Lomonossow, einer der grö ß ten Persö nlichkeiten der russischen Aufklä rung, gewidmet. Lomonossow (1711-1765) wurde als Forscher mit enzyklopä dischem Wissen berü hmt, der einen bedeutenden Beitrag zur Entwicklung der modernen Wissenschaft geleistet hat. Ihn kann man mit seinen grossen Zeitgenossen Leibnitz, Franklin und Voltaire vergleichen. Im Museum sind Dokumente und Objekte aus der Lomonossows Zeit wie Instrumente, Bü cher, Portraits, Gravuren, sowie auch persö nliche Gegenstä nde dieses ersten russischen Akademiemitglieds ausgestellt.
Die Exposition zeigt auß erdem eine Rekonstruktion des Interieurs im Sitzungssaal der Akademischen Versammlung und des Gelehrtenkabinetts, die Geschichte der russischen Astronomie, sowie das Groß e Gottorfer Globus-Planetarium, das 1664 in Deutschland hergestellt wurde und 1717 als Geschenk an Peter den Groß en nach Sankt Petersburg kam. Im Jahre 1747 durch einen Brand der Kunstkammer zerstö rt, wurde es bis 1755 von russischen Meistern restauriert.

MENSCHIKOW-PALAST
MENSCHIKOW-PALAST

Adresse: St. Petersburg, Universitetskaja Uferstrasse, 15
Òåëåôîí:  (812) 323-1112
Öffnungszeiten:   Dienstag - Sonntag von 10:00 bis 16:00 Uhr


www.hermitagemuseum.org

Das ehemalige Haus von Alexander Menschikow (1673-1729) war der erste Steinpalast von St. Petersburg. Heute ist das Gebä ude am Universitä tskai eine Zweigstelle der Eremitage, hier befindet sich die Sammlung 'Die Kultur Ruß lands im ersten Drittel des 18. Jh.s'.
Menschikow, Gü nstling und enger Vertrauter Peters d. Gr., errichtete 1710 bis 1720 auf den Lä ndereien, die er vom Zaren auf der Wassilij-lnsel geschenkt bekommen hatte, einen fü r die damalige Zeit groß en und prunkvollen Palast. Architekt war zunä chst der Italiener Fontana, spä ter der aus Hamburg stammende Schä del. Vor der Hauptfassade am Newaufer befand sich ein Anlegekai, ausgedehnte Parkanlagen umgaben den Palais. Peter d. Gr., der selbst ü ber kein derart luxuriö ses Gebä ude verfü gte, benutzte den Palast wiederholt fü r reprä sentative Zwecke. Nach Menschikows Sturz - er wurde 1727 nach Sibirien verbannt - fiel der Palast an den Staat zurü ck, und 1732 wurde das Gebä ude dem Ersten Kadettenkorps, einer Eliteschule des Adels, zugewiesen. Im Laufe des 18. Jh.s vorgenommene Renovierungsarbeiten verä nderten das Ä uß ere des Palastes vö llig. Schließ lich ü berließ man das Bauwerk dem Verfall, erst 1967 wurden Restaurierungsmaß nahmen ergriffen. Die Arbeiten erwiesen sich als auß erordentlich schwierig, zumal das gesamte Erdgeschoß infolge einer spä teren Verä nderung des Straß enniveaus erst freigelegt werden muß te. Inzwischen ist das Ä uß ere teilweise wieder so hergestellt wie zur Zeit Peters des Groß en.
Der Menschikow-Palais hat einen fü r die frü hen Petersburger Palastbauten typischen Grundriß . Der mittlere der drei Flü gel ist weit vorgezogen und weist vorspringende Seitenrisalite auf. Gegliedert ist das dreigeschossige Bauwerk durch etagenweise angeordnete weiß e Pilaster. Verä ndert wurde die Farbgebung des Palastes, war er ursprü nglich dunkelrot, so prä sentiert er sich heute in einem Gelbton.
Ebenso wie die Fassade unterlag auch das Innere des Palastes im Laufe der Zeit mehrfach Verä nderungen. Im Zuge der Restaurierungsarbeiten der letzten Jahrzehnte versuchte man jedoch, die Einrichtung weitgehend wieder so herzustellen, wie sie gewesen sein kö nnte. Mö bel und Kunstwerke, die zu den Museumsbestä nden der Eremitage gehö ren, liefern seit 1981 ein geschlossenes Bild der Petrinischen Epoche. Besonders beachtenswert ist der einstige Wohnraum Menschikows, er ist mit Eichenholz getä felt. Das Deckenfresko "Krieger in Rü stung" zeigt Peter d. Gr. als Zwanzigjä hrigen. Der kleine Spiegel im Bernsteinrahmen ist ein Ü berbleibsel des berü hmten spurlos verschwundenen Bernsteinzimmers im Puschkinmuseum. Vier andere Rä ume sind mit hollä ndischen und russischen Kacheln verkleidet. Es hatte sich schon bald als zu kostspielig erwiesen, ganze Rä ume mit Delfter Kacheln auszustatten. So ließ Peter d. Gr. von zwei hollä ndischen Meistern in St. Petersburg Werkstä tten einrichten, die Kacheln fertigten. Die folkloristischen Motive dieser Kacheln sind im Vergleich zu den vollendeten Delfter Produkten erheblich einfacher.

MICHAELSSCHLOß
MICHAELSSCHLOß

Adresse: St. Petersburg, Sadovaja St.,2
Tel: (812) 313-4112, 313-4173, 347-8701, 313-4112
Öffnungszeiten:Montags 10:00-16:00 Uhr, Mittwoch-Sonntag 10:00 - 17:00 Uhr


www.museum.ru/M158

Das von Grü nanlagen umgebene Michaels- oder Ingenieurschloß wendet seine Nordfassade dem Sommergarten zu. Den Innenhof des Gebä udes, in dem heute verschiedene Institute und eine Bibliothek untergebracht sind, kann man ü ber den sü dlichen Eingang betreten. Es ist kein Zufall, daß man sich bei dem Michaelsschloß eher an eine mittelalterliche Burg als an ein Schloß erinnert fü hlt. War es doch das Bestreben von Paul l., dem Sohn Katharinas d. Gr., gewesen, einen Bau errichten zu lassen, in dem er sich vor seinen Feinden sicher fü hlen konnte. Angeblich ist Paul l. im Traum der Erzengel Michael erschienen und verkü ndete ihm, daß er dort, wo er geboren sei, einen Palast samt einer dem hl.Michael geweihten Kirche errichten solle. So ließ der Zar den vorher an diesem Platz befindliche Sommerpalais abreiß en und gab den Auftrag zum Michaelsschloß .
In den Jahren 1797-1800 schuf Brenna nach Entwü rfen von Baschenow den imposanten Bau, der damals noch viel mehr als heute wie eine Festung wirkte. Schutz gegen mö gliche Eindringlinge boten im Norden und Osten die Fontanka bzw. Mojka, im Westen und Sü den sicherten nun mehr wieder zugeschü ttete Wassergrä ben den Palast. Lange konnte sich Paul l. an seinem Schloß nicht erfreuen, und die gewü nschte Sicherheit bot es ihm auch nicht: Im Mä rz 1801 wurde er in seinem Schlafzimmer ermordet. Von der Zarenfamilie wollte keiner mehr das Schloß bewohnen, es stand lange leer. Nach umfassenden Restaurierungsmaß nahmen richtete man 1823 in dem riesigen Gebä ude eine Ingenieurakademie ein, was den spä teren Namen erklä rt.
Das Michaelsschloß erhebt sich ü ber einem quadratischen Grundriß , in dessen Mitte sich ein achteckiger Innenhof befindet. Die roten Fassaden sind unterschiedlich gestaltet. Wä hrend die nö rdliche Front eine Kolonnade aus rosafarbenem Marmor aufweist, haben die West- und Ostfassade halbrunde Vorsprü nge. Ü ber dem Vorsprung der Westfassade ragt die vergoldete Kuppel der Palastkirche auf. Die sü dliche Fassade ist mit einem Relief ("Der Ruhm Ruß lands") und dem kaiserlichen Wappen geschmü ckt.
Vor dem sü dlichen Eingang des Michaelsschlosses steht ein im Vergleich zu dem 'Ehernen Reiter' ( Dekabristenplatz) eher konventionelles Reiterdenkmal Peters d. Gr. Schon unter der Zarin Elisabeth war es gegossen worden (1745-1747), doch erst Paul l. entschloß sich dazu, es aufstellen zu lassen. In Anspielung auf den 'Ehernen Reiter' trä gt das Denkmal die Inschrift: "Dem Urgroß vater, der Urenkel 1800".
Zwei gleichartige Pavillons (erbaut 1798-1800) sä umen den Anfang der Allee, die zum sü dlichen Eingang des Schlosses fü hrt. Auß ergewö hnlich sind die Grundrisse: Ovale mit 'abgeschnittenen Enden'.

PETER-UND-PAUL-FESTUNG
Ïåòðîïàâëîâñêàÿ êðåïîñòü
www.spbmuseum.ru


Keimzelle von Sankt Petersburg ist die auf einer kleinen Insel im Newadelta angelegte Peter-Paul-Festung. Am 16. Mai 1703 soll der erste Spatenstich erfolgt sein, im Herbst desselben Jahres arbeiteten ca. 20 000 Mä nner an der Errichtung des Bollwerks. Erdwä lle wurden aufgeschüttet und mit hö lzernen Befestigungsbauten versehen.
Der Schweizer Architekt Domenico Trezzini ließ die Erdwä lle 1706 durch eine 2,50 - 4 m dicke Steinummauerung in der Form eines unregelmä ß igen Sechsecks ersetzen. Seine Eckpunkte sichern Bastionen. Sie sind nach den Adligen benannt, die ihren Bau leiteten.
Der Bau aller Befestigungsanlagen war in der ersten Hä lfte des 18. Jh.s vollendet. Die den Mittelpunkt der Festung bildende Peter-Paul-Kathedrale entstand 1712-1733; die übrigen Bauten kamen im Laufe des 18. und 19. Jh.s dazu. Die der Newa zugewandten Festungsmauern versah man 1770-1780 mit einer Granitverkleidung.
Bereits in der ersten Hä lfte des 18. Jh.s wurden der Festung sogenannte Ravelins (Vorbefestigungen) vorgebaut, der Alexander-Ravelin im Westen ist nach dem Vater Peters d. Gr. benannt, der Johannes-Ravelin im Osten verdankt seinen Namen dem Bruder des Stadtgründers. Im Norden bot das Kronwerk zusä tzlich Schutz.
Das als Befestigungsanlage konzipierte Bauwerk muß te seiner eigentlichen Funktion nie gerecht werden. Seit 1717 nutzte man einen Teil des Komplexes als Gefä ngnis. Der Sohn Peters d. Gr. war der erste einer langen Reihe prominenter politischer Gefangener. Es folgten Radischtschew, der mit seiner "Reise von Petersburg nach Moskau" den Unmut der Herrschenden auf sich gezogen hatte, die Dekabristen, Maxim Gorkij, A. l. Uljanow, der Bruder Lenins, und viele andere. Die letzten Gefangenen des zaristischen Regimes waren die Soldaten des Paulschen Regiments. Sie wurden nach der Februarrevolution befreit.
Jeden Tag um 12.00 Uhr wird von der Naryschkin Bastion ein Kanonenschuß abgegeben - eine Gewohnheit, der man schon seit dem 18. Jh. nachkommt. Jeder Einwohner Petersburgs sollte auf diese Weise die genaue Uhrzeit erfahren.
Hauptzugang der Peter-Paul-Festung ist das Peterstor, das man nach Passieren der Johannesbrücke und des Johannestores, einem Bestandteil der ö stlichen Vorbefestigung, durchschreitet. Der Eintritt in den Festungsbereich ist frei, Eintrittsgeld muß lediglich für den Besuch der Museen und der Peter-Paul-Kathedrale gezahlt werden (Kasse innerhalb des Festungsbereiches, rechts vom Johannestor).
Das Peterstor wurde zunä chst in Holz (1708), spä ter in Stein (1717/1718) in der Art eines Triumphbogens errichtet. Über dem Durchfahrtsbogen prangt der doppelkö pfige russische Adler. Das Relief darüber "Der Erdsturz des Simon durch den Apostel Petrus" stammt von Konrad Osner. Der Künstler verlieh dem Apostel die Züge Peters d. Gr., so soll das Relief die Überlegenheit des Zaren gegenüber seinen Feinden symbolisieren. Die Figuren in den Nischen neben dem Torbogen sind links die Kriegsgö ttin Beilona und rechts die Gö ttin der Weisheit Minerva.
In dem 1748/1749 gebauten Ingenieurhaus ist eine Zweigstelle des - Museums für Stadtgeschichte untergebracht (Architektur von St. Petersburg und Petrograd vom Beginn des 18. bis zum Beginn des 20. Jh.s; u.a. Originalzeichnungen und Modelle von bedeutenden Bauwerken).
Ein erstes Gebä ude der Hauptwache entstand 1743, Anfang des 20. Jh.s erfuhr es entsprechend dem klassizistischen Zeitgeschmack erhebliche Verä nderungen. Heute ist es Sitz der Direktion des Historischen Museums.
Lebhafte Diskussionen gab es um ein vor der Hauptwache aufgestelltes modernes Denkmal Peters d. Gr. Der russische Bildhauer Michail Schemjakin, der seine Heimat 1972 hat verlassen müssen, schuf eine Bronzefigur, die deutliche Bezüge zu einem Werk Rastrellis aus dem Jahre 1725 aufweist. Dieser hatte kurz vor dem Tode Peters d. Gr. den Zaren lebensgroß , auf einem Stuhl sitzend, in Wachs nachgebildet. Bei Schemjakins Bronzeversion ist der Kopf des Stadtgründers im Vergleich zu dem massigen, schweren Kö rper ausgesprochen klein ausgefallen, auffallend sind die unwirklich langen verkrampften Finger des Zaren auf den Armlehnen des Sessels.
Wer auf dem Wasserwege die Peter-Paul-Festung erreicht, legt am Kommandanten- Landesteg an und betritt die Festung durch das Newator. Es wurde 1730 errichtet und um 1785 umgebaut. An jeder Seite des Torbogens ruhen zwei dorische Sä ulen auf Granitblö cken. An der Innenwand des Tordurchgangs sind die Hochwasserstä nde der Newa markiert. Durch das Newator verließ en die zum Tode Verurteilten bei Nacht die Festung, man brachte sie zur Festung Schlüsselburg oder an einen anderen abgelegenen Ort, wo sie exekutiert wurden.
In dem ehemaligen Wohnhaus des Festungskommandanten (erbaut 1743-1746) befanden sich einst auch das Büro der Festungsverwaltung und der Gerichtssaal, in dem die Gefangenen verhö rt wurden. Seit 1975 ist in dem Gebä ude eine Zweigstelle des Historischen Museums von St. Petersburg untergebracht (Geschichte von St. Petersburg und Petrograd, 1703-1917). Der Gerichtssaal ist wieder so hergerichtet wie er im Juli 1826 aussah, als hier die Urteile für die Dekabristen verkündet wurden. Der Platz, von dem aus sie den Richterspruch vernahmen, ist mit einem Marmorstein bezeichnet.
Fast gleichzeitig mit den ersten Befestigungsbauten entstand im Zentrum der Anlage eine hö lzerne Kirche. In den Jahren 1712-1733 ersetzte man diese durch eine steinerne, die als Begrä bniskirche der Zaren diente. Architekt war der Schweizer Domenico Trezzini.
Ungewö hnlich für die russische Sakralbaukunst ist der Grundriß : Bei dem Gebä ude handelt es sich um eine 64 m lange und 30 m breite Hallenkirche. Das Ä uß ere der ansonsten schlichten Kirche beherrscht der 122,50 m hohe Glockenturm - eines der Wahrzeichen von Sankt Petersburg. Für lange Zeit war die Kirche, wie es Peter d. Gr. angeordnet hatte, das hö chste Bauwerk der Stadt (auch heute ist nur der Fernsehturm hö her). Die vergoldete Turmspitze krö nt eine Wetterfahne in der Gestalt eines Engels. Er trä gt ein 7 m hohes Kreuz. Die ursprünglich hö lzerne Spitze wurde 1830 bei einem Sturm beschä digt. Da es zu teuer war, ein Gerüst zu errichten, suchte und fand man einen Freiwilligen, der Engel und Kreuz unter Einsatz seines Lebens wieder aufrichtete. Für seine heldenhafte Tat bekam der Bauer Tjoluschkin vom Zaren Geld und Kleidung und - so will es die Legende - den 'Goldenen Becher', d.h. er durfte in jedem Gasthaus des Landes, soviel er wollte, kostenlos trinken. Schon bald soll er seinem reichen Wodkakonsum erlegen sein. In den Jahren 1857/1858 ersetzte man die Holzspitze durch eine etwas hö here Metallspitze, die der der Admiralitä t gleicht (nur hat die Wettertahne dort die Form einer Karavelle). Am anderen Ende des Langhauses erhebt sich über einem hohen Tambour die Kuppel.
Der Kircheninnenraum wird von Sä ulen in drei Schiffe gegliedert. Als Schmuck dienen ornamentale Wandmalereien und Stuckarbeiten sowie Kopien von im Nordischen Krieg erbeuteten Fahnen. Beginnend mit Peter d. Gr. sind in der Peter-Paul-Kathedrale alle Zaren bis Alexander III. (ausgenommen Peter II. und Iwan VI.) beigesetzt. Abgesehen von dem roten bzw. grünen Marmorsarkophag von Alexander II. und seiner Gattin sind alle Sarkophage aus weiß em Carraramarmor. Ungewö hnlich für eine orthodoxe Kirche ist das Vorhandensein einer Kanzel. Sie soll nur ein einziges Mal benutzt worden sein: Von hier wurde die Exkommunikation Tolstois 1902 nach dem Erscheinen seines Romans "Auferstehung" verkündet (er übt darin heftige Kritik an der Orthodoxie). Der holzgeschnitzte vergoldete Ikonostas gleicht einem Triumphtor, eine Anspielung auf die im Nordischen Krieg errungenen Siege. Er wurde 1722-1726 nach einem Entwurf von Sarudny im Stil des Russischen Barock geschaffen. Geschmückt ist der Ikonostas - eine Neuerung in der russischen Kunst - mit Vollplastiken.
Ein Verbindungsgang, in dem Fotos, Konstruktionsplä ne und andere Materialien zur Baugeschichte der Festung ausgestellt sind, führt von der Peter-Paul-Kathedrale in die nordö stlich angebaute Grabkapelle (erbaut 1896-1908). Hier fanden verschiedene Mitglieder der Zarenfamilie ihre letzte Ruhe. Beigesetzt wurde in der Kapelle auch der am 21. April 1992 in Miami verstorbene Groß fürst Wladimir Romanow, Sohn eines Cousins des letzten Zaren Nikolaus II.
Neben der Hauptfassade der Peter-Paul-Kathedrale entstand 1762 -1766 ein kleines eingeschossiges Gebä ude, in dem das Boot Peters d. Gr. aufbewahrt wurde, mit dem er seine ersten Navigationsversuche unternahm (heute befindet es sich im Zentralmuseum der Kriegsmarine; -Bö rse). Die Ost und Westfassade des barock-klassizistischen Bauwerks schmücken dorische Portiken. Ferner zieren dorische Pilaster und hohe Rechteckfenster den Pavillon. Die hö lzerne Frauenstatue auf dem Dach ist eine Allegorie der Schiffahrt (geschaffen 1891).
Gegenüber der Hauptfassade der Peter-Paul-Kathedrale befindet sich die Münze. Sie wurde 1716 gegründet. Vor der Fertigstellung des heutigen Baus (1806) wurde Metallgeld in einer der Festungsbastionen geprä gt. Noch heute werden in der Münze Kleingeld, Medaillen und Orden hergestellt.
Die Trubezkoj-Bastion diente ebenso wie der Alexander-Ravelin bis zur Oktoberrevolution als Gefä ngnis. Heute ist in der Bastion ein Museum eingerichtet, die ehemaligen Gefä ngniszellen kö nnen besichtigt werden. Weitere Zellen befanden sich in dem Befestigungswall zwischen Trubezkoj- und Naryschkin-Bastion. Hier gab es eine 'Todeszelle' und Besuchsrä ume.

RUSSISCHES MUSEUM
RUSSISCHES MUSEUM

Adresse:  St. Petersburg, Inzhenernaja St., 4/2
Òåëåôîí:  (812) 570-5112
Öffnungszeiten: Montags von 10:00 bis 17:00 Mittwoch-Sonntag von 10:00 bis 18:00


www.rusmuseum.ru/

Das Russische Museum ist im Michaelspalais und einem angrenzenden, extra zu Museumszwecken errichteten Bau untergebracht. Den Grundstock der heutigen Bestä nde bildete eine von Alexander III. im - Anitschkow-Palais zusammengetragene Sammlung. Nikolaus II. erwarb fü r die Krone 1895 das Michaelspalais, ergä nzte die Exponate des Anitschkow-Palais mit Werken aus der Eremitage, der Akademie der Kü nste und des Alexanderpalastes (Puschkin) und erö ffnete 1898 das Russische Museum. Nach der Oktoberrevolution nahmen die Bestä nde nochmals um ein Vielfaches zu. Heute ist das Russische Museum mit ü ber 315000 Exponaten neben der Tretjakow-Galerie in Moskau die umfassendste Sammlung russischer Kunst, die hier in all ihren Bereichen (Malerei, Skulptur, Graphik, Kunsthandwerk und Volkskunst) vertreten ist. Wegen Raummangels ist davon jedoch nur ein Bruchteil zugä nglich. Um diesen Miß stand zu beheben, wurde kü rzlich das Marmorpalais zu einer Zweigstelle des Russischen Museums erklä rt, und auch das Stroganow-Palais soll kü nftig als Ausstellungsflä che dienen.
Carlo Rossi errichtete das klassizistische Michaelspalais 1819-1825 fü r den Groß fü rsten Michael Pawlowitsch, den jü ngsten Bruder des Zaren Alexander l. Gleichzeitig plante Rossi in Zusammenarbeit mit dem Landschaftsarchitekten Bush die Anlage des Parks, am Mojka-Ufer erbaute Rossi einen Pavillon mit Anlegestelle (Mojka). Da das Michaelspalais fü r die Bestä nde des Russischen Museums schon bald nicht mehr ausreichte, wurde 1912-1916 nach Entwü rfen von Leontij Benois westlich des Palastes ein neuer Trakt angebaut (Benois-Flü gel). Die volkskundliche Sammlung des Museums nahm ein neben dem Ostflü gel des Museums 1900-1911 errichteter Bau auf (Ethnographisches Museum).
Die dem Platz der Kü nste zugewandte Hauptfassade des Michaels-palais ziert ein achtsä uliger korinthischer Portikus. An den Haupttrakt schließ en zwei vorspringende Seitenflü gel an. Sie bilden einen gerä umigen Ehrenhof, der durch ein Gitter abgeschlossen wird. Die Gartenfassade des Palastes wird vielfach als noch groß artiger empfunden. Hier weist der Mittelteil eine zwö lfsä ulige Loggia auf, die von zwei monumentalen Seitenrisaliten gesä umt wird.
Auch bei der Inneneinrichtung des Palastes entwarf Rossi jedes Detail selbst. Allerdings blieb, als man Ende des 19. Jh.s die Rä umlichkeiten zu Museumszwecken umgestaltete, nur ein Teil des Interieurs erhalten. Insbesondere das Groß e Vestibü l mit seiner prä chtigen Treppe und der Weiß e Saal prä sentieren sich noch so, wie Rossi sie schuf. Der Weiß e Saal (Saal 11) gehö rte einst zu den drei Empfangszimmern des Schlosses. Die Deckenmalerei stellt Gö ttinnen auf Streitwagen, Figuren und Girlanden dar. Gegenü ber der Fensterfront sind vier Szenen aus der llias und Odyssee abgebildet. Das Muster des Fuß bodens ist ein aus verschiedenen Hö lzern gelegtes Ornament von geometrischen Figuren und Pflanzen. Die Kronleuchter sind ebenfalls von Rossi entworten, gehö rten aber ursprü nglich nicht zur Ausstattung des Saales.

ADMIRALITAT
ADMIRALITAT

Adresse:  St. Petersburg, Admiralteiskij Prospekt, 1

Die Admiralitä t erhebt sich am südlichen Newaufer zwischen Dekabristenplatz und Schloß platz. Ihre prä chtige, vergoldete Turmspitze, auf die die drei Hauptstraß en von St. Petersburg, der Newskij Prospekt, Gorochowaja Uliza und der Wosnesenskij Prospekt, sternf?rmig zulaufen, gilt als Wahrzeichen der Stadt. Seit 1925 ist in der Admiralitä t eine Marinehochschule untergebracht.
Kurz nachdem man den ersten Spatenstich zum Bau der Peter-und-Paul-Festung getan hatte, wurde 1704/1705 mit der Errichtung einer Schiffswerft begonnen. Bereits der erste Komplex hatte ebenso wie die heutige Admiralitä t einen u-f?rmigen Grundriß . Allerdings umgaben damals, als Schutz vor etwaigen Angriffen, hohe Erdwä lle und ein Wassergraben das Bauwerk, in dessen Innenhof die ersten Schiffe der russischen Flotte gebaut wurden. In der unmittelbaren Umgebung entstanden in den folgenden Jahrzehnten prunkvolle Palä ste und breite Straß enzüge. So wurde auch die Schiffswerft zwischen 1806 und 1823 unter der Leitung des Architekten Sacharow in ein reprä sentatives Gebä ude umgewandelt. Die Wassergrä ben wurden zugeschüttet und die Festungswä lle abgetragen.
Heute prä sentiert sich die Admiralitä t als ein in drei Teile gegliedertes klassizistisches Bauwerk: Der 407m langen Hauptfassade sind zwei jeweils 163m lange Seitenflügel angegliedert. Die volle Lä nge der Hauptfassade überblickt man nur von der dem Alexandergarten zugewandten Südseite der Admiralitä t.
Um 1870 legte man vor der Südfassade der Admiralitä t einen kleinen Garten (Alexander- oder Admiralitä tsgarten) an. Ein hübscher Springbrunnen und einige Büsten schmücken die Parkanlage.

DER SOMMERGARTEN
DER SOMMERGARTEN
www.rusmuseum.ru

Am linken Newaufer, gegenüber der Peter und Paul Festung ließ Peter d. Gr. kurz nach der Stadtgründung den Sommergarten anlegen. Innerhalb des ausgedehnten Gelä ndes wurden der Sommerpalast und einige kleinere Pavillons errichtet.
Ursprünglich war der Park viel grö ß er als heute, er erstreckte sich bis zum Newskij Prospekt. Im Sommer fanden hier hä ufig Tanzabende statt, militä rische Siege und andere Feierlichkeiten wurden mit Feuerwerken begangen. Doch die Nachfolger Peters d. Gr. bevorzugten andere Sommerresidenzen auß erhalb Petersburgs. So fielen Teile des Areals dem schnell fortschreitenden Ausbau der Zarenmetropole zum Opfer.
Angelegt war der Sommergarten einst im Barockstil, zahlreiche Springbrunnen schmückten ihn. Nach einem Hochwasser im Jahre 1777 erneuerte man die Fontä nen jedoch nicht mehr und verzichtete künftig darauf, die Bä ume zu beschneiden. Heute prä sentiert sich der Park im Stil eines englischen Landschaftsgartens mit altem Baumbestand, einem kleinen See und Grasflä chen - viele Bä nke laden zum Verweilen ein.
Erhalten sind noch eine Vielzahl der Marmorplastiken, die im 17./18. Jh. von italienischen Künstlern gefertigt wurden und schon von jeher die Hauptwege schmücken. Dargestellt sind u.a. die schwedische Kö nigin Christine, Alexander d. Gr., Mark Aurel und viele allegorische Figuren. Nahe des Teehauses wurde 1855 das Denkmal für den Dichter Iwan Krylow (1768 -1844) enthüllt. Die Reliefs am Sockel stellen Szenen aus seinen Fabeln dar. Beim Südeingang stellte man 1839 eine 5 m hohe Vase aus Porphyr auf, ein Geschenk des schwedischen Kö nigs Karl XIV. Einem Teil der Ö ffentlichkeit, nä mlich dem "anstä ndig gekleideten Publikum", steht der Park seit Anfang des 19. Jh.s offen, seit der Oktoberrevolution ist er für jeden kostenlos zugä nglich.
Zum Newaufer hin faß te man den Sommergarten 1784 mit einem schmiedeeisernen Gitter ein (entstanden 1773 -1777). Als Schö pfer gilt der Architekt Jurij Veldten. Ihm gelang ein auß ergewö hnlich kunstvolles Werk. Das Gitter mit seinen vergoldeten Rosetten und Spitzen wird von Sä ulen aus rosa Granit gehalten.
Nach der Oktoberrevolution wollten verschiedene westliche Geschä ftsleute das Gitter im Austausch gegen Lokomotiven erwerben. Doch so dringend diese auch benö tigt wurden, der junge sowjetische Staat trennte sich nicht von der meisterhaften Garteneinfassung.

EHERNER REITER
EHERNER REITER

Das Denkmal Peters d. Gr., nach einem Gedicht Puschkins vielfach auch als "Eherner Reiter" bezeichnet, befindet sich am Dekabristenplatz.
Die Sankt-Petersburger haben eine besondere Beziehung zu diesem Abbild Peters l., so ist das Denkmal eine beliebte Fotokulisse für Hochzeitspaare, und fast immer liegen Blumen vor dem Sockel des Reiterstandbilds.
Geschaffen wurde die Reiterfigur auf dem sich aufbä umenden Pferd von dem Bildhauer Etienne Maurice Falconet 1766-1778. Den von einem Lorbeerkranz geschmückten Kopf des Zaren hat allerdings seine Schülerin Marie Collot in einer einzigen Nacht gegossen. Dargestellt ist Peter d. Gr., der auf die Newa blickt, als eine energische Persö nlichkeit. Die Schlange, die von den Hufen seines Pferdes zertreten wird, kann als Sinnbild überwundener Falschheit gedeutet werden.
Roß und Reiter erheben sich auf einem mä chtigen Felsmonolithen. Der ursprünglich 1600t schwere Koloß wurde gut 10 km von St.Petersburg entfernt gefunden und in einem mühevollen Transport, teils zu Lande, teils zu Wasser (ein besonderes Schiff wurde dafür konstruiert), in die Zaren Metropole gebracht. Doch Katharina d. Gr. scheute, in dem Bestreben, Peter d. Gr. - und damit zugleich auch sich selbst - ein würdiges Denkmal zu setzen, weder Kosten noch Zeitaufwand. Als Inschrift wä hlte die Zarin, angeblich auf Empfehlung von Falconet, die in russisch und lateinisch angebrachte Widmung "Peter dem Ersten, Katharina die Zweite, 1782". Enthüllt wurde das Denkmal am 7. August 1782, dem hundertsten Jahrestag der Thronbesteigung Peters des Groß en.



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